„Man will sich nicht immer erklären müssen“ – Wenn Frauen und Männer in einer Krebstherapie ihre Haare verlieren.

Das Foto haben wir dem Film „If only for a second“ der Mimi Ullens Stiftung entnommen. Den Link zu diesem Beitrag finden Sie unter dem Text. Reinschauen lohnt sich!

Das Foto haben wir dem Film „If only for a second“ der Mimi Ullens Stiftung entnommen. Den Link zu diesem Beitrag finden Sie unter dem Text. Reinschauen lohnt sich!

Wir freuen uns sehr über eine Spende in Höhe von 500 Euro von Schultheiß Perücken und Haarmoden für den Haus Leben e. V.

Viele Menschen glauben, der Haarausfall während einer Krebstherapie wäre für die betroffenen Frauen und Männer ein ästhetisches Problem. Natürlich möchten sich Menschen auch in dieser schweren Situation attraktiv und lebensbejahend fühlen. Doch es geht dabei um noch mehr. Denn mit dem Verlust der Haare wird das gesundheitliche Problem in der Öffentlichkeit offensichtlich, die Betroffenen müssen sich dann ständig gegenüber ihrem Umfeld erklären. So beschrieb eine junge Patientin des Haus Leben Leipzig im Radio-Interview mit dem MDR, wie sie mit den Haaren auch eine schützende Barriere verlor.

Matthias Schultheiß kennt das Problem und weiß, dass es vielen Frauen und Männern in dieser Situation nicht ausschließlich um ihr Aussehen geht. Er stellt im Vogtland hochwertige Echthaarperücken her, der von ihm geführte Familienbetrieb besteht sogar schon seit den 1920er Jahren. Vielmehr würde der Haarverlust dazu führen, dass sie sich ständig erklären müssen. Ab diesem Zeitpunkt werden sie in ihrem Umfeld als „krank“ wahrgenommen. Der Umgang mit den Betroffenen ändert sich oft, was zu einer zusätzlichen Belastung werden kann.

Deshalb rät er, eine Perücke möglichst schon dann auszusuchen, wenn absehbar ist, dass eine Therapie zum Haarverlust führen wird. Der Vorteil: die Perücke kann der Haarstruktur und -farbe sowie der aktuellen Frisur angepasst werden. So fällt der Wechsel zu einer Perücke dem Umfeld nicht so leicht auf.

PS: Passend dazu berichtete die Zeitung DIE WELT vor einigen Tagen über die Bedeutung einer gepflegten Erscheinung für Krebspatienten “Ein kleiner Schritt aus dem Tal der Krankheit” …

“Als der Moment da war, vor dem sie sich gefürchtet hatte, fackelte Susan Webster nicht lange. Es war der zehnte Tag nach dem Beginn ihrer Chemotherapie. Am Morgen hatte sie ein Büschel ihrer blonden Haare in der Hand. Am Mittag rief sie ihren Friseur an. Der kam am Abend zu ihr nach Hause, erklärte ihren Kindern, damals neun und zwölf, was passieren würde. Dann rasierte Harry Wood, Susan Websters Friseur seit vielen Jahren, den Schädel seiner Kundin kahl.

“Du weißt, was kommen wird”, sagt Webster. “Und du bist trotzdem nicht vorbereitet.” Das ist jetzt elf Jahre her. Webster ist heute 56, eine gepflegte Frau mit hellen Augen und Bob-Frisur. Die Wintersonne scheint durch die Fensterscheiben des Cafés in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. “Ich war froh, dass Harry damals da war”, sagt sie. An diesem Tag und an vielen weiteren Tagen. Das habe ihr geholfen, sich normal zu fühlen. So normal es eben geht mit der Diagnose Brustkrebs, nach einer Brustamputation und mit sechs Runden Chemotherapie.”

Hier geht es zum Beitrag in der Welt vom 2.1.2015. Der Klick lohnt sich!
Hier finden Sie unseren Bericht über das Projekt „If only for a second“ (Und sei es nur für eine Sekunde) der Mimi Ullens Stiftung.

Hier finden Sie Schultheiß Perücken und Haarmoden:

Schultheiß Perücken und Haarmoden Leipzig (vormals Claus Büchel)Echthaar- und Synthetikperücken, Toupets und Haarteile
Tarostraße 20, 04103 Leipzig
T 0341 2214060
Öffnungszeiten
Mi. + Do. 10.00 – 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung

Schultheiß Perücken und Haarmoden, Auerbach
Volkmarstraße 3, 08209 Auerbach/Mühlgrün
T 03744 213722
Öffnungszeiten
Mo., Die., Fr. 8.00 – 17.00 Uhr
Mi. + Do. 9.00 – 11.00 Uhr und 14.00 – 17.00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung

Ebenfalls möglich sind Hausbesuche und Beratung im Krankenhaus.

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