2. Haus Leben Charity – Golf- Turnier

Sie haben am 1. Juli 2017 noch nichts vor? Dann „Golfen“ Sie doch mit uns.

Wir laden Sie ganz herzlich zu unserem

2. Haus Leben Charity – Golf- Turnier ein.

Am Samstag, den 1. Juli 2017 im Golfclub Markkleeberg am See.
Beginn 9.00 Uhr

Sie können natürlich an dem vorgabewirksamen Turnier teilnehmen. Haben Sie noch nie Golf gespielt und wollten es schon immer ausprobieren? Dann ist vielleicht unser „Schnupperkurs“ unter Anleitung erfahrener Coach’s  das Richtige für Sie.

Den Tag möchten wir mit einer tollen Party abrunden. Siegerehrung, Tombola, musikalische Umrahmung, Grillbuffet, Musik und Tanz erwarten Sie ab 19.00 Uhr.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie bitte unserer beigefügten Einladung.

Wir freuen uns auf Sie.
Viele Grüße aus dem Haus Leben

Einladung 2017

einladung

Integrative Oncology—Using Both Sides of the Brain!

Schulmedizin oder Naturheilkunde –
die Kombination macht den Unterschied!

Dwight McKee M.D.
Aptos, Kalifornien

Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten und ins Deutsche übersetzt.

12. Juni 2017
18:00 bis 19:30 Uhr im Haus Leben Leipzig, Friesenstr. 8, 04177 Leipzig
(Mit anschließendem Get together und kleinem Snack )

Der Eintritt ist frei.
Ihre Anmeldungen richten Sie bitte bis zum 19.05.2017
per Email zu Händen Herrn Andreas Habicht: willkommen@hausleben.org
oder auch per Fax: 0341 4442317

Bei Rückfragen erreichen Sie uns
telefonisch unter: 0173 1673752

In der integrativen Krebstherapie geht es primär darum, konventionelle Therapien, wie Chemotherapie, Bestrahlung oder Operationen zu ergänzen, keinesfalls zu ersetzen. Pflanzliche Mittel oder auch bestimmte Lebensmittel haben das Potenzial, Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Entzündungen der Mundschleimhaut und ähnliches zu lindern. Durch verschiedene Anwendungen und Therapien kann das Allgemeinbefinden
verbessert, das Immunsystem aktiviert und die Lebensqualität gesteigert werden.

Dr. Dwight McKee ist Facharzt für medizinische Onkologie, Hämatologie, Ernährungs- sowie Integrative und Holistische Medizin. Er ist Co-Autor des Buches “After Cancer Care” und seit 2001 wissenschaftlicher Leiter bei Life Plus International. Dr. McKee’s 40-jährige Erfahrungen in der medizinischen Forschung, Ernährungswissenschaft, Immunologie, Chemie, Onkologie und Komplementärmedizin machen ihn zu einem der kenntnisreichsten Forscher und klinischen Ärzte weltweit.

Download Einladung

Merck Serono GmbH spendet je 3000 Euro für das Haus Leben Leipzig und Haus Leben Delitzsch

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v. l. – Dr. Baum, Dr. Mantovani-Löffler, RA Michaela Bax (Foto: Merck Serono GmbH)

 

Im April 2017 überreichte Dr. Michael Baum und Kollegen, stellvertretend für die Merck Serono GmbH dem Verein Haus Leben e. V. für das Haus Leben Leipzig eine Spende in Höhe von 3.000 Euro. Zur Übergabe des Spendenschecks nutzten die Vertreter der Biopharma Deutschland / Onkologie gleich die Gelegenheit sich unsere beiden Häuser und deren Angebote zeigen zu lassen.

Mit dieser Unterstützung können wir nun besonders schwerstkranke Patienten und ihre Angehörigen während und nach einer Krebserkrankung dauerhaft durch professionelle Fachkräfte betreuen. In einem der größten psychoonkologischen Informations- und Therapiezentren Mitteldeutschlands bietet der gemeinnützige Verein Haus Leben e.V. Betroffenen und ihre Angehörigen neben einer psychoonkologischen Begleitung zur emotionalen und praktischen Bewältigung der Krankheit auch sozialrechtliche Beratung (Schwerbehindertenrecht, Anschlussheilbehandlung und Kuren, finanzielle Hilfen, Rente), Bewegungsangebote (Tai Chi, Qi Gong, Onkologischer Rehasport), Ernährungsberatung, Kosmetikseminare für betroffene Frauen in Therapie, Gesprächsgruppen, Kunsttherapie und Selbsthilfegruppen an.

Die meisten unserer Angebote sind keine Kassenleistungen. Wir sind daher auf finanzielle Unterstützung in Form von Spenden und Fördergeldern angewiesen, da die Mitgliedsbeiträge die Kosten nicht decken.

Wir freuen uns außerordentlich über die Spendenbereitschaft der Merck Gruppe und bedanken uns ganz herzlich auch für die Spende in Höhe von 3.000 Euro an unser Haus Leben Delitzsch.

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Als Dankeschön bekam die Merck Serono GmbH ein Kunstwerk, entstanden in unserem Offenen Atelier.

Laufen – Meine Überlebenskonstante auch mit Krebs

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Dr. Sandra Otto – Laufen macht sie glücklich und standhaft im Kampf gegen den Krebs. (Foto: privat)

 

Früher verband ich Sport, insbesondere das Laufen mit Seitenstechen, Atemnot, Belustigungen, Ausgrenzungen. Ich gehörte zu der „sportlichen Elite“, die im Sportunterricht bis zum Schluss übrig blieb, wenn Mannschaftsbildungen anstanden. Irgendwie verständlich, denn für die 100 Meter Sprint in gut 18 Sekunden verdiente ich eine glatte 10. Die Skala reichte jedoch nur bis zur Note fünf (bzw. später die sechs). Einzig Schwimmen, Leistungskontrollen zu Kräftigungsübungen mit dem eigenen Körpergewicht und Dauerläufe retteten mich. Durchaus schaffte ich in diesen Disziplinen sogar mal eine eins oder zwei. Damit überraschte ich nicht nur mich. Sondern auch meine Mitschüler hänselten mich mal nicht. Alles in allem blieb ich ein Sonderling, in schulischen Leistungen super, sportlich eine Niete. Gerade dies lehrte mich, frühzeitig mit mentalen Schlägen in die Magengrube und dem Alleinsein klar zu kommen. So lief ich als Teenie für mich durch die Felder, ging regelmäßig schwimmen, trainierte das Rumpfheben aus Rücken- und Bauchlage zu Hause.

Mit dem Führerschein erschloss sich mir ein regelmäßiges Training im Fitnessstudio. Doch bei allen Kursen und sportlichen Neuerungen, die mir die 1990er Jahre boten, begleitete mich das Laufen als flexible Alternative durch das Studium und den beruflichen Weg. Unabhängig von Öffnungszeiten, Geräten und anderen Menschen lief ich für mich und mit mir durch die eisige Morgenluft in Mühlhausen/Thüringen, entlang der Skiloipen in Jyväskylää/Finnland, durch Warschau, überquerte abends die Newa in St. Petersburg. Das Laufen bildete den körperlichen Ausgleich zur geistigen Tätigkeit, ließ mich abschalten und weiterhin anders sein. Irgendwann lief ich den anderen davon.

2005 dann überredete mich ein Freund zu meiner ersten Wettkampfteilnahme über fünf Kilometer. Völlig perplex stellte ich fest, wie schnell ich im Vergleich zu den altehrwürdigen und ambitionierten Laufprofis war. Ein Jahr später nahm ich an meinem ersten Halbmarathon an der Goitzsche teil, dem unzählige weitere Läufe folgten. Ich war wirklich gut, landete bei großen Läufen im vorderen Mittelfeld, hin und wieder gelang mir eine Platzierung. Ich drang in einen Kreis, der mich für meine sportlichen Leistungen beglückwünschte und bewunderte, mich, die sportliche Niete. Und ich rannte auch nicht mehr allein, verabredete mich hin und wieder zu Trainingsläufen. Mit jedem Laufkilometer mehr änderte ich zunächst unbewusst, dann aber gezielter meine Lebens- und Laufeinstellung. Ich freute mich auf die gemeinsamen langen Läufe am Wochenende, den stillen Morgenläufchen in der winterlichen Kälte noch bevor die Vögel erwachten. Durch den Verzicht auf Alkohol, der Vermeidung durchfeierter Nächte, der Urlaubsplanung rund um Laufveranstaltungen veränderte sich mein Freundeskreis, meine Einstellung zum Beruf und dem Leben. Laufen bedeutete für mich Spaß, Freiheit, Unabhängigkeit, Loslassen, Dabeisein ohne Druck und übersteigerter Selbstdisziplin.

Mitten in dieser für mich ungestümen Zeit entdeckte ich im Laufkalender einen Halbmarathon Ende August 2007 am Cospudener See in Markkleeberg. Ich eroberte mir den zweiten Platz bei den Frauen und das Herz meines jetzigen Ehemannes, der mich spontan ansprach und seitdem mit mir durch das Leben läuft. Auch, als mir das Leben erstmals die Diagnose Brustkrebs am 29. September 2011 mit auf den Laufweg gab. Ich rauchte nicht, trank nicht, ernährte mich gesund, trieb regelmäßig Sport. Erst Ende August 2011 hatte ich den Cospudener Seelauf als Gesamtsiegerin bei den Damen gefinisht, zwei Wochen zuvor den Mitteldeutschen Marathon über die 21,1 Kilometer mit einem Lächeln beendet. Wir bezogen gerade unser Haus, wollten Kinder, ich hatte eine neue Führungsaufgabe übernommen. Doch fortan bestimmte die Krankheit mein Handeln. „Wir müssen aus allen Rohren schießen“, bekräftigte mir meine behandelnde Ärztin. Dies bedeutete: Operation, Chemotherapie über sechs Zyklen, erneute Operation, Bestrahlung und ein Jahr lang weitere Infusionen. Ohne Garantie.

Ich heulte, heulte, rang nach Atem, heulte, suchte eine Zuflucht, einen geschützten Raum für mich, irgendwo, wenn nicht außerhalb, dann in mir. Laufen? „Laufen, na ja, maximal fünf Kilometer um den Block“, meinte die Onkologin. „Laufen. Probieren Sie alles aus. Ihr Körper gibt Ihnen schon ein Stopsignal“, meinte meine behandelnde Ärztin.

Mit Schlägen in die Magengrube kannte ich mich aus. Ironie meines Lebens, an meinem tiefsten Punkt gerade aus meiner vermeintlich schlechtesten Disziplin der ersten Jahresschritte – dem Laufen – Kraft und Zuversicht schöpfen zu wollen. Doch Laufen konnte ich allein, zu jeder Tages- und Nachtzeit. Es machte mich körperlich fertig, sodass ich Schlaf finden konnte. Es saugte mich mental aus, wenn ich nur lange und schnell genug lief. Für wenige Momente befreite ich meinen Kopf. Während des Laufens entschied ich mich gegen die Entnahme von Eierstockgewebe. Während des Laufens verabschiedete ich mich von meiner linken Brust. Während des Laufens verschob ich den Beginn meiner Akutbehandlung um eine Woche, um noch einmal am Dierhäger Staffelmarathon teilzunehmen.

Am 12. Oktober 2011 ging es los. Klinikaufenthalt, Entnahme Lymphknoten. Ich spazierte täglich durch den nahegelegenen Park. Irgendwann fragten die Schwestern nicht mehr nach, ließen mich gewähren. Nach weniger als einer Woche rannte ich bereits wieder mein gewohntes Level. Anfangs noch zögernd ob der OP-Narbe, meinte die Ärztin: „Na, dann nähen wir sie eben wieder zu.“ Am 26. Oktober 2011 die erste Chemo, Dauer ca. 8 Stunden. Danach war ich leer und voll zugleich. Am Folgetag kämpfte ich mich joggend durch körperliche Watte um meinen Haussee, den Cospudener See. Aber es lief. Während der gesamten Akutbehandlung bewegte ich mich jeden Tag mindestens zwei Stunden an der frischen Luft, entweder gemächlich joggend oder wandernd. Der Mensch ist für 15 bis 20 Kilometer Laufen pro Tag geboren, d.h. 1,5 bis 2 Stunden gemäßigtem Joggingtempo. Dies schaffte ich objektiv gerade nicht. Aber zwei Stunden Bewegung schon. Meine Tagesarbeit sah ich in diesen zwei Stunden Bewegung pro Tag. Dabei konnte ich heulen, kotzen, schreien. Es war Winter und ich meistens allein mit der Natur.

Es gab Tage, an denen mir die Motivation fehlte. Mein Mantra in dieser Zeit: Mit jedem Laufschritt tötest Du eine Krebszelle ab. Zwei Monate nach Ende der Chemotherapie, einen Monat nach der Brust-OP und kurz vor Beginn der Bestrahlung finishte ich meinen ersten Halbmarathon „danach“ in Leipzig. Ich konnte es noch! JA! Damit war mir doch alles möglich.

Ich lernte, wieder zu träumen. Das Laufen gab mir Kraft für persönliche und berufliche Pläne. Die Vorbereitungen auf meinen ersten Marathon nach Krebs liefen sprichwörtlich nach Plan. Doch irgendwann übertrieb ich es mit den Trainingseinheiten, im Beruf, den begleitenden Therapiemaßnahmen. Ich fühlte mich müde, schlapp. Erst eine Zerrung. Dann ertastete ich etwas. Im April 2013 stand die Diagnose Rezidiv. Alle waren ratlos. Für meinen Spezialfall gab es keine wirklich empfehlenswerte Standardtherapie. Nach der Operation nahm ich mir ein paar Tage Urlaub, fuhr an die Ostsee, rannte kreuz und quer über den Darß. Ich spürte das Kribbeln in meinen Beinen, den beißenden Schweiß in den Augen, meinen heißen Atem, sah meinen hochroten Kopf im Spiegel. Dies wollte ich weiterhin, doch egal, welchen Preis ich bereit war, zu zahlen, gab es keine Garantie.

Meine beste Freundin gab den entscheidenden Ausschlag. Hatte ich es einmal geschafft. „Hör mir zu, Meine, und das sage ich Dir nur einmal. Du kämpfst und Du gibst nicht auf.“ Danke. Dies hatte ich gebraucht.

Nach Trainingsplan ging ich meine zweite Chemotherapie über sechs Zyklen an. Letzte Gabe: 18.12.2013. Konkretes Ziel. Dazwischen 35 Grad im Hochsommer. Die Nebenwirkungen der Chemotherapie verwandelten meine Füße in einzige Blasen, die aufgingen und wieder neu wuchsen. Egal. Ich biss die Zähne zusammen, joggte gemächlich viermal pro Woche meine Runde im Wechsel zu zweistündigen Wanderungen pro Tag. Wie bei der ersten Chemotherapie musste ich nicht einmal aussetzen oder verschieben, fing mir nichts ein und blieb dem Laufen treu. Heute laufe ich nicht mehr so schnell, dafür ausdauernder und länger. Ich bin zäher
und schmerzunempfindlicher körperlich und mental. Sachlich und fokussiert steuere ich mittlerweile private und berufliche Ziele an, halte mich nicht mehr an für mich unabänderlichen Lebensträumen auf. Ich bin härter gegenüber mir selbst und meinem Umfeld.

Der Moment zählt für mich. Heute wähle ich ein Tempo, bei dem ich mir vorstelle, unendlich weiterrennen zu können. Ohne das Laufen, meiner Überlebenskonstanten, könnte ich diese Zeilen nicht schreiben. Am Ende eines jeden Tages danke ich mir und meinem Leben für dieses Geschenk. Ich bin nicht mehr so leistungsfähig wie
früher. Als Ausgleich versuche ich durch mein privates Engagement etwas zurückzugeben, beispielsweise durch das Buch „Laufen mit, trotz, gegen Brustkrebs. Wie ich um mein Leben renne“ aus der Achim Achilles Bewegungsbibliothek.

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Das „Haus Leben“ (www.hausleben.org) in Leipzig erhält pro verkauftem Exemplar einen Euro meines Honorars. Somit stiftet meine Laufverrücktheit sogar einen Sinn für andere. Vielleicht läufst Du ja auch oder liest und spendest? Mein Leben dankt Dir dafür.

Lesung & „das gewisse etwas“

Gedichte und Sprüche zum Leben mit Hannelore Crostewitz

das gewisse etwas?

hat immer etwas besonderes, etwas anziehendes
und auf den ersten Blick nicht gleich zu ergründendes
dieser schwebezustand zwischen dem, was bereits bekannt
und dem, was darüber unbedingt in erfahrung zu bringen ist
fasziniert, will erforscht, will erobert werden
so auch dieser kleine Band

Dienstag, 06.06.2017, 15.30 Uhr

Veranstaltungsort: Haus Leben e. V.,
Friesenstraße 8, in Leipzig – Eintritt frei!

Anmeldung bitte unter Tel. 0341-4442316 oder
per Mail: willkommen@hausleben.org