Qi Gong

Qi Gong hat in China eine 5000 jährige Tradition und ist neben Akupunktur, Akupressur, Tuina (chin. Massage) uvm. ein Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Die Grundlagen dieser Teilbereiche sind gleich; es geht immer um Energiezuführung, -regulierung oder -ableitung. Qi steht für Lebensenergie, Gong für ständiges und beharrliches Üben/Arbeit, zusammen bedeutet es „ständiges Arbeiten mit dem Qi“. Als eine der fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin soll es die innere Balance herstellen, den Ausgleich von Yin und Yang.

Qi Gong Übungen dienen der Gesundheits- und Lebenspflege und können von jedem erlernt werden, unabhängig von Alter, Wissen und körperlicher Konstitution.

Durch die Bewegungs- und Atemübungen werden die Voraussetzungen im Körper geschaffen, das Qi zu sammeln, zu nähren, zu stärken und frei im Körper zirkulieren zu lassen. Damit werden die Selbstheilungskräfte und das Immunsystem aktiviert und der Körper wird in die Lage versetzt, auch bei chronischen Erkrankungen eine Stabilisierung zu erreichen. Zudem treten Entspannung und innere und äußere Harmonie ein. Geist, Körper und Atmung werden harmonisiert.

Insgesamt gibt es viele tausend verschiedene Übungsformen des Qi Gong. Die Wahl der Methode richtet sich nach den Bedürfnissen und dem Beschwerdebild des einzelnen Menschen.

Medizinisches Qi Gong

Das medizinische Qi Gong ist in seiner heutigen Form um 1950 entstanden und wird gezielt zur Erhaltung der Gesundheit als auch in der Behandlung von Krankheiten eingesetzt.

Das medizinische Qi Gong basiert auf den Grundlagen und dem Wissen der TCM über Meridianverläufe (Energieleitbahnen) und Akupunkturpunkte, Funktionen und Wechselwirkungen der Organe und dem Yin-Yang Prinzip der Ableitung und Zuführung.

Frauen Qi Gong

Frauen Qi-Gong, welches speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ausgelegt ist, wird das Yin in den Vordergrund gestellt. Die Übungen werden im Sitzen oder Stehen ausgeführt und enthalten sowohl leichtere Übungen (Grundstufe) als auch anspruchsvollere Übungen (Oberstufe). Es können laut TCM-Diagnose einzelne Abschnitte der Übungen zusammengestellt werden und auch als Prophylaxe eingesetzt werden.

Frauen Qi Gong hilft bei:

  • Menstruationsbeschwerden
  • Zysten, Endometriose
  • Blasen- und Beckenbodenschwäche
  • hormonellen Schwankungen und während der Menopause
  • Verspannungen und Energielosigkeit
  • Zur Unterstützung der Selbstheilungskräfte
  • Während der Schwangerschaft fördern und stärken die Qi Gong Übungen den Energiebedarf von Mutter und Baby

 

Leitung der Seminargruppen: Dr. med. Petra Wüller